Desertec – Solarkraftwerke in der Sahara

By admin at 2 March, 2010, 10:40 am

Nicht Science-Fiction sondern Realität: Man will Energie aus der Wüstensonne gewinnen und nach Europa exportieren. Eine riesige Photovoltaik-Anlage wird in der Sahara geplant. Es sollen 15 Prozent des europäischen Strombedarfs damit abgedeckt werden.

2009 entstand ein Konsortium aus zwölf europäischen und algerischen Unternehmen. Eine Planungsgesellschaft unter dem Namen Desertec Industrial Initiative (DII) wurde gegründet. Darunter sind deutsche Firmen wie ABB, Abengoa Solar, Deutsche Bank, Cevital, E.ON, HSH Nordbank, MAN Solar Millennium, Münchner Rück, M + W Zander, RWE, Schott Solar und Siemens zu finden.

Die Kritiker dieses Projektes behaupten, dass das Wüstenstrom-Projekt Ölabhängigkeit gegen Elektrizitätsabhängigkeit tausche. Die Befürworter halten dagegen, dass man bei der Öl- und Gasversorgung  jetzt schon von Libyen und Algerien abhängig sei – und das klappe hervorragend. Man stabilisiere zudem diese Staaten durch die neue Industrie. Einheimische Hersteller von Solarzellen befürchten Konkurrenz durch die Sonnenenergie aus dem Ausland.

Die emotionale Debatte um Desertec zeigt, dass in der Energiebranche eine neue Zeit angebrochen ist. Die Solar-Branche steht vor einem neuen, unaufhaltsamen Boom.

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